The Walking Dead – Genereller Überblick und Eindruck

„Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück.“

Mit The Walking Dead haben die Comic Künstler Robert Kirkman, Tony Moore und Charlie Adlard es geschafft dem totgesagten Genre der langsam schlurfenden Zombies neues Leben einzuhauchen *dämlicher Wortwitz*.
The Walking Dead verfolgt das Ziel die am längsten laufende Zombiecomicserie aller Zeiten zu werden konnten gerade erst ihre hundertste Print Ausgabe feiern. Nachdem sich auch die TV Serie als erfolgreich erwiesen hatte steht nun mittlerweile die zweite Episode des Walking Dead Spiel zur Verfügung. Doch worum geht es eigentlich?

Ihr übernehmt die Rolle von Lee, der während des Ausbruchs der Zombieapokalypse auf dem Weg ins Gefängnis war. Zu seinem Glück überlebt er diese, nur um sich anschließend in einer postapokalyptischen Welt, voller lebender Toter wiederzufinden. Er übernimmt die Obhut über die kleine Clementine, deren Eltern wohl auch von den Zombies erwischt wurden, und schließt sich einer kleinen Gruppe Überlebender an.

Soweit klingt das noch alles wie der Plot eines typischen Zombiefilms, aber das scheint nur so. tatsächlich geht The Walking Dead vom Gameplay her keine neuen Pfade. Man kann umher laufen, Gegenstände sammeln und benutzen und mit anderen Überlebenden reden. Die einfache, comichafte Grafik passt ideal zum Spiel und dessen Comicwurzeln.

Richtig toll ist hingegen die gut durchdachte und fesselnde Story. Jeder Charakter hat seine eigene, ausgefeilte Hintergrundgeschichte Manche der Überlebenden mögen euch, andere würden euch direkt raus auf die Straße zu den Untoten stoßen und wiederum andere bringen euch dazu sich für oder gegen sie zu entscheiden. Auch die kleine Clementine ist nicht einfach nur eine kleine Nebenfigur, sondern bringt den Spieler dazu sein gesamtes Handeln zu hinterfragen. “War es wirklich richtig von mir Charakter A anstatt Charakter B zu helfen?” Was im wahren Laben an einem nagen würde, macht Lee und dem Spieler auch hier zu schaffen.
Ebenfalls sehr nett, ist, dass sich die Charaktere daran erinnern, was ihr ihnen zuvor oder in der ersten Episode erzählt habt. So kann es euch schon mal passieren, dass die Figuren etwas stutzig werden wenn ihr ihnen etwas anderes sagt, als ihr es in der ersten Episode getan habt. (Bloß blöd für vergessliche Leute wie mich, die nach 2 Monaten nicht mehr wissen, was sie damals zu den Charakteren in der einen bestimmten Situation gesagt haben.)

Mit The Walking Dead glaubt man zunächst anfangs die Katze im Sack zu kaufen, denn schließlich soll man 25 € für 5 Episoden zahlen, die erst Stück für Stück veröffentlicht werden.
Aber man kann mittlerweile schon sagen, dass sich alleine die ersten beiden Episoden schon bezahlt gemacht haben, selten war ein Spiel so fesselnd. Sollten die Entwickler auch bei den nächsten drei Episoden diese Qualität darbringen ist das gut investiertes Spielgeld gewesen.

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