Adventurer heißt nun Deadfall Adventures

Erinnert ihr euch noch an Adventurer? Nein? Keine Sorge, denn ich bezweifle, dass ihr dadurch den kommenden Genrekönig der Adventure Spiele verpasst habt. Außerdem heißt der nun offiziell Deadfall Adventures. Trotzdem sollten gerade Vollblut Adventure Spieler mal einen Blick auf den Titel von The Farm 51 werfen (Die Macher vom neuesten Painkiller Titel und Necrovision).

Bereits letztes Jahr im August wurde ich auf den damals noch unter dem Projektnamen Adventurer laufenden Titel aufmerksam. Viel am Spielprinzip hat sich nicht geändert. Ihr erlebt als James Lee Quatermain, dem Urenkel des legendären Allan Quatermain, ein actionreiches Abenteuer aus der Ego-Perspektive. Das Spiel versetzt euch ins Jahr 1938. Zusammen mit der Amerikanischen Agentin Jennifer Goodwin begebt ihr euch auf die Suche nach dem “Herz von Atlantis”, einem uralten Artefakt. Gleichzeitig ist aber auch die Abteilung der Nazis für das Okkulte, das Ahnenerbe, auf der Suche nach diesem Artefakt. Es entsteht eine Jagd rund um den Globus. Ihr besucht das sandige Ägypten, Dschungelpassagen, vergessene Tempel und die Weiten der Arktis. Und letztendlich darf auch das Übernatürliche in Form von erwachten Tempelhütern nicht fehlen.

Das Alles klingt immer noch genau nach dem was man damals im August über den Titel erfahren hat. Man bekommt quasi ein Uncharted/Indiana Jones Adventure in der Egoperspektive, dass mit Action und Rätseleinlagen überzeugen möchte. Generell bekommt man hier das geboten, was man von anderen Genrevertretern auch bekommt (Tempel, Rätsel, Gegner, Abenteuer Flair). Alles sieht solide aus, aber bislang fehlt mir das Besondere am Spiel. Die Grafik ist auf heutigen Niveau, aber wovon man sich letztendlich noch nicht überzeugen konnte ist, ob die Story und wie sie erzählt wird passt. Der Knackpunkt bei Adventuren wie Uncharted und Indiana Jones ist, dass man einen Protagonisten spielt, der nicht immer zu den ehrlichsten gehört, aber dem man trotzdem alles durchgehen lässt, ein sympatisches Schlitzohr sozusagen.

Das Problem dass ich bei Deadfall Adventures sehe ist, dass man durch die Wahl der Egosperspektive zwar direkter an der Story ist und die Immersion dadurch stärker ist, man jedoch die Sympathie zum Protagonisten verliert. In der Egoperspektive ist es schwer Sympathien für die Figur zu wecken, die man gerade spielt, gerade weil man sie nicht zu Gesicht bekommt. Denn im Grunde ist man selber der Protagonist und überträgt den eigenen Charakter auf die Figur, die man gerade spielt.

Leider ist es immer noch zu früh um konkrete Annahmen über das Spiel zu treffen. Dafür gibt es bislang noch zu wenige Informationen. Selbst der veröffentlichte Announcement Trailer ist zu wenig aufschlussreich. Man muss wohl abwarten, was bis zum angekündigten Release am 31. Juli 2013 (PC und XBOX360) noch an weiterem Material veröffentlicht wird. Ich werde den Titel jedoch im Auge behalten, vielleicht gelingt es den Machern ja doch ein ordentliches Adventure damit abzuliefern. Denn irgendwie muss ich die Durststrecke bis zu einem neuen Uncharted überbrücken und Tomb Raider kommt mir erst ins Haus, wenn es mal im Angebot sein wird.

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